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Wahlphysiotherapeut werden in Österreich — die Checkliste zur eigenen Praxis

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Kassenstellen sind rar, die Nachfrage nach Physiotherapie riesig — der Weg in die eigene Wahlpraxis ist für viele der logische Schritt. Die gute Nachricht: Bürokratisch ist er überschaubarer als sein Ruf. Hier die Schritte in der richtigen Reihenfolge.

Die Gründungs-Checkliste

  1. 1Berufsberechtigung & Registrierung: Abgeschlossene Physiotherapie-Ausbildung und Eintragung im Gesundheitsberuferegister (bei der Gesundheit Österreich GmbH bzw. der Arbeiterkammer) — ohne Registrierung keine Berufsausübung. Die freiberufliche Tätigkeit meldest du zusätzlich.
  2. 2Kein Gewerbeschein nötig: Physiotherapie ist freiberuflich (MTD-Gesetz) — du brauchst keine Gewerbeberechtigung und zahlst keine Wirtschaftskammer-Umlage. (Ausnahme: zusätzliche gewerbliche Leistungen wie reine Massagen ohne Heilzweck.)
  3. 3SVS-Meldung: Als Freiberufler bist du bei der Sozialversicherung der Selbständigen pflichtversichert — innerhalb eines Monats melden. Plane die SVS-Beiträge (~27 % vom Gewinn) von Anfang an in deine Honorare ein, inklusive der Nachzahlungen ab dem 3. Jahr!
  4. 4Finanzamt: Betriebseröffnung melden (Steuernummer). Heilbehandlungen sind umsatzsteuerbefreit (§ 6 Abs 1 Z 19 UStG) — du schreibst Honorarnoten ohne USt. Einnahmen-Ausgaben-Rechnung genügt.
  5. 5Berufshaftpflicht abschließen — gesetzlich verpflichtend für freiberufliche Gesundheitsberufe. Kostet wenig, ist existenziell.
  6. 6Praxisform wählen: eigene Räume, eingemietet in eine bestehende Praxis/Ordination (Stundensatz, Umsatzbeteiligung oder Fixmiete) — oder rein mobil mit Hausbesuchen. Viele starten gemischt und risikoarm.
  7. 7Honorare kalkulieren — von deinen Kosten her: Standortkosten, SVS, Steuer, Versicherung, Fortbildung und unbezahlte Stunden (Doku, Orga, Urlaub, Krankenstand) einrechnen. Üblich sind € 70–110 je Einheit; wer nur den Kassentarif nachbaut, subventioniert seine Praxis selbst.
  8. 8Pflichten kennen: Dokumentationspflicht je Behandlung, Aufbewahrungsfristen (10 Jahre Doku, 7 Jahre Buchhaltung), DSGVO für Gesundheitsdaten, korrekte Honorarnoten.
  9. 9Organisation von Tag 1: Terminverwaltung, Patientenkartei, Abrechnung und Fristen gehören sauber aufgesetzt, bevor die ersten 30 Patienten da sind — nachträglich digitalisieren ist doppelte Arbeit. (Ja, hier kommt PhyPilot ins Spiel: ab € 19,90/Monat, in ruhigen Gründungsmonaten fast gratis.)

Der Erstattungs-Kreislauf, den deine Patienten kennen müssen

Ärztliche Verordnung vor Behandlungsbeginn (je nach Kasse chefärztlich zu bewilligen) → Behandlung bei dir → bezahlte Honorarnote → Einreichung bei der Kasse → Teilerstattung des Kassentarifs. Wer das seinen Patienten beim Ersttermin in zwei Sätzen erklärt (oder auf die Honorarnote druckt), spart sich hundert Nachfragen.

Häufige Fragen

Kann ich neben einer Anstellung wahlfreiberuflich starten?

Ja — das ist der häufigste und risikoärmste Weg: angestellt bleiben, nebenbei Wahlpatienten aufbauen. Registrierung, SVS-Meldung (Mehrfachversicherung) und Finanzamt gelten trotzdem ab dem ersten Honorar.

Wie komme ich an die ersten Patienten?

Zuweisende Ärzte persönlich vorstellen, Google-Unternehmensprofil, eine einfache Webseite mit Online-Terminanfrage — und Erreichbarkeit: Wer binnen eines Tages antwortet, gewinnt gegen jede Warteliste.

Was kostet der Start?

Mobil/eingemietet erstaunlich wenig: Haftpflicht, Registrierung, Grundausstattung, Software — oft unter € 2.000. Der größte „Kostenfaktor" ist unbezahlte Aufbauzeit; plane 6–12 Monate bis zur vollen Auslastung.

Der beste Zeitpunkt für saubere Organisation ist Tag 1

PhyPilot ist mit einer Wahlpraxis-Gründerin gebaut worden — Termine, Doku, Honorarnoten und Fristen ab dem ersten Patienten richtig. 2 Monate gratis, in ruhigen Aufbau-Monaten danach fast kostenlos.

Jetzt gratis starten

Hinweis: Sorgfältig recherchiert, aber keine Rechts- oder Steuerberatung. Verbindliche Auskünfte: Gesundheitsberuferegister, SVS, Finanzamt bzw. Physio Austria.